Bienen & Kirche

Imkern, eine alte (christliche) Tradtion

Ambrosius von Mailand geboren 339 in Trier; gestorben am 04. April 397 in Mailand, wurde als römischer Politiker zum Bischof gewählt. Er ist einer der vier Kirchenlehrer der Westkirche, war der jüngere Bruder der heiligen Marcellina und trägt seit 1298 den Ehrentitel Kirchenvater.

Das Bistum Mailand war, wie die übrige damalige Kirche, tief zerstritten zwischen Trinitariern und Arianern. Als 374 eine Bischofswahl anstand, ging der allseits beliebte und geachtete Präfekt persönlich in die Basilika, wo die Wahl stattfinden sollte, um in dieser Krisensituation einen wahrscheinlichen Aufruhr zu verhindern. Seine Ansprache wurde der Überlieferung nach durch den Zwischenruf eines Kindes „Amprosius episcopus“! ( Ambrosius soll Bischof werden ) unterbrochen, woraufhin er einstimmig zum Bischof gewählt wurde.

Ambrosius wirkte in dieser Lage als geeigneter Kandidat, weil er den Trinitariern als ihr Sympathisant bekannt war, aber auch den Arianern wegen seiner theologischen Neutralität als Politiker akzeptabel erschien. er selbst stimmte jedoch energisch gegen seine Wahl, da er sich in keiner Weise auf ein solches Amt vorbereitet sah: Er war als Katechumene noch in der Vorbereitung auf die Taufe. Erst auf kaiserliche Intervention hin gab Ambrosius nach. Innerhalb einer Woche empfing er die Sakramente der Taufe und der Ordination zum Diakon und zum Priester, so dass seiner Bischofsweihe nichts mehr im Weg stand.

Ambrosius ist der Schutzpatron der Städte Mailand und Bologna. Krämer, Imker, Wachszieher und Lebkuchenbäcker haben ihn als Schutzheiligen, und er ist der Schutzpatron der Bienen, der Haustiere und des Lernens.

In der Kunst sind seine Attribute Bienenkorb, Buch und Geißel.

Sein Gedenktag in der katholischen Kirche ist der 7. Dezember.

Der heilige Ambrosius ist Schutzpatron der Imker. Ambrosius gilt als Seelentröster und hilft, in der Not die richtigen Worte zu finden. Eine Legende um den Mailänder Bischof liefert einen anschaulichen Beweis dafür, welche Bedeutung Bienen und Honig für das christliche Mittelalter hatten: Als der spätere Kirchenmann noch ein Kind war, soll sich ein Bienenschwarm auf seinem gesicht niedergelassen haben. Die Bienen seien gar in den Mund des Kindes gekrochen und hätten es mit Honig genährt. All dies wurde als ein Zeichen Gottes und ein Hinweis auf die große Zukunft des Kindes gedeutet. Aufgrund dieser Geschichte wird Ambrosius auf gemälden meist mit einem Bienen als Attribut abgebildet. Bienen werden wegen ihres seit jeher wertvollen Honigs und wegen des Wachses, dem über Jahrhunderte einzigen Material für die Kerzenherstellung, im Gesang der Exsultet geehrt und gelten als Symbol des Fleißes.

Die Biene wird auch als Gleichnis für Christus angesehen: auf der einen Seite Milde und Erbarmen, auf der anderen Seite strenges Richten durch Christus, den Weltenrichter.